Pokaltraum lebt weiter

Nach dem verpatzten Ligastart, stand an erster Stelle, wieder in die Spur zu finden. Dies gelang mehr als ordentlich und am Ende passte auch das Ergebnis. Mit 2:1 siegte die 1. Mannschaft gegen den FC Leusberg und zieht somit in die nächste Runde des Kreispokals ein.

Zu Beginn gleich 3 Wechsel im Vergleich zum Genclik-Spiel. Justin Kaup, Niklas Außem und Albert Werner rückten wieder in die Startelf, nachdem sie aus ihrem „Erholungsurlaub“ zurückgekehrt waren. Die erste dicke Chance hatten aber die Gäste. Nach einem Fehlpass in der Röllinghäuser Defensive tauchte Torjäger Adrian Stalka allein vor Tobias Konert auf, doch der blieb ganz lange stehen und parierte Stalkas Abschluss. In der Folge entwickelte sich ein typischer Pokalfight, allerdings ohne viele Torraumszenen. Für Röllinghausen verpasste Michael Baczynski knapp, auf der anderen Seite scheiterte Stalka mit einem Freistoß und aus der Drehung im 16er.

Doch dann folgte der große Auftritt von Nico Isenbort. Nach Balleroberung im Mittelfeld, sah er sich noch 2 Verteidigern gegenüber und ließ diese unnachahmlich und technisch vom Allerfeinsten ins Leere laufen und behielt vor Keeper Nici Lemanski die Ruhe – 1:0! Damit ging es dann auch in die Kabine.

Nach der Pause übernahm dann Röllinghausen die Initiative und erzielte das vermeintliche 2:0! Allerdings soll nach Isenborts Schuss noch ein Röllinghäuser mit dem Fuß am Ball gewesen sein und dabei im Abseits gestanden haben. Kurz danach dann ein völlig unverständlicher Bruch im Spiel und die Gäste aus Leusberg hatten plötzlich wieder Oberwasser. Verpufften die ersten Angriffsbemühungen noch, bekamen die Gasgeber den Ball irgendwann nicht aus der Gefahrenzone und Ridvan Öztürk versenkte die Kugel trocken in den Winkel, zum verdienten Ausgleich.

Erst jetzt wachte die Erste wieder auf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Scheiterte Adrian Stalka auf Leusberger Seite am Innenpfosten, war es quasi im Gegenzug Patrick Kopiel, der nur die Latte traf. Das Spiel wurde etwas hektischer und ungenauer und nach einem Ballgewinn bekam Niklas Außem den Ball serviert, zog in den 16er, schüttelte seinen körperlich unterlegenen Gegenspieler Nico Kretschmer ab und vollendete ins lange Eck. Torwart Lemanski sah dabei nicht allzu gut aus, aber das war den Gastgebern völlig egal.

In der recht turbulenten Schlussphase drückte Leusberg nochmal vergebens auf den Ausgleich und auch 2 mögliche Elfmeterpfiffe blieben aus. Leusbergs Kapitän Kai Ragert sah im Anschluss daran noch die gelb-rote Karte, nachdem er sich darüber lautstark echauffiert hatte. Mit Glück und Geschick brachte Röllinghausen das Spiel über die Bühne. „Zecke“ Fuhrmann freute sich darüber, „dass die Jungs können, wenn sie wollen und alle Gas geben!“ Im Vergleich zum ersten Ligaspiel auf jeden Fall  eine berechtigte Aussage.

In der nächsten Pokalrunde wartet mit Fenerbahce Istanbul Marl ein B-Ligist, den man sicher nicht unterschätzen darf, aber die Favoritenrolle hat dabei doch ganz klar die Erste inne.